Einbruchschutz und Förderung

Diebstahl und Einbruch nehmen statistisch stetig zu, die Zahl der Einbrüche steigt, auch wenn man dies nicht immer mit bekommt und die Medien nicht immer alles berichten. Dies trifft den privaten Bereich als auch den öffentlichen Sektor. Ob im Supermarkt, an der Wohnungstür oder auch am Geldautomaten. Die Einbrecher setzen skrupellos alles um, um an ihr Ziel zu gelangen.

Neben dem rein materiellen Schaden/Sachschaden ist der Einbruch in die eigenen vier Wände ein teilweise tief sitzender Schock, da die vermeintliche Sicherheit („my home is my castle“) unerwartet empfindlich gestört wurde.

Ihre jeweilige Polizeidienststelle kann Sie hier beraten, wie es mit bereits einfachen Mitteln dem möglichen Täter erschwert wird, einzubrechen, da Zeit hier ein (wenn nicht sogar der) immens wichtiger Faktor ist. Merkt der Einbrecher Widerstand, geht das von seiner Zeit ab und das Risiko erwischt zu werden steigt rapide an.

Für die Umsetzung einzelner Maßnahmen kann sogar ein Zuschuss bei der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) beantragt werden, ggf. auch in Kombination mit Maßnahmen zur Energie- und Barrierereduzierung.

Die meisten Einbrüche scheitern im Versuch, weil vorhandene mechanische Sicherungen an der Wohnungseingangstür, Fenster, Terrassentür etc. nicht schnell genug überwunden werden können, ggf. sogar gar nicht.

Hier kann mit einbruchhemmenden Türen Vorschub geleistet werden. Das Türblatt selbst, die Zarge, ggf. eine vorhandene Verglasung o.Ä. sind hier entsprechend verstärkt und halten einer gewalttätigen Einwirkung von außen länger stand. Auch auf der Innenseite angebrachte Sperrbügel können hilfreiche Maßnahmen sein, um dem Einbrecher hier seinen „Job“ zu erschweren.

Türschlösser selbst sollten überprüft und eventuell gegen entsprechend bessere (mit höherer Sicherheitsanforderung durch z.B. Schutzbeschläge) ausgetauscht werden. Steht Ihr Zylinder bspw. etwas weiter vor, hier reichen einige Millimeter, so kann der Einbrecher ein entsprechendes Werkzeug hier ansetzen und den Zylinder relativ leicht knacken. Bieten Sie ihm keine Ansatzmöglichkeit!

Als erstes Indiz und „Qualitätsmerkmal“ – und nur diese sind auch wieder förderfähig – sind Türen ab Widerstandsklasse RC2 nach DIN EN 1627.

Scheiben aus Sicherheitsglas, Pilzkopfzapfenverriegelungen im Bereich der Fenster, Hochschiebesicherungen der Rollläden usw., speziell im Erdgeschoss, oder auch einfach zugängliche Balkone im Obergeschoss sind empfehlenswerte Ansatzpunkte zur Verbesserung des Einbruchschutzes.

Gitter sind ebenfalls eine weitere Sicherungsmaßnahme, sowohl von innen als auch von außen. Hier liegt die Ästhetik jedoch im Auge des Betrachters.

Anwesenheitsschutz gehört auch zu den möglichen Sicherungsmaßnahmen, hier wird trotz Abwesenheit die Anwesenheit simuliert und der mögliche Täter abgeschreckt.

Im heutigen Zeitalter von Facebook und Co. sollte man auch darüber nachdenken, ob man Urlaubsbilder mit dem Drink in der Hand am Strand postet… Der mögliche Täte liest hier gerade vielleicht mit und bekommt so klar bestätigt, dass er in Ihrem Zuhause gerade Sturmfrei hat!

Klicken Sie hier, um den Blogbeitrag zum Cockpit Treffen bezüglich des Themas „Einbruchschutz und Förderung“ zu lesen.

Und hier geht es zum dritten Teil in der Artikelserie: „Einbruchschutz, Teil Drei“

Text: Bertram Augustin, Sachverständiger. Mitglied im Expertenarbeitskreis des UMW

Foto: Kai Oberhäuser

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