Interview mit der Koersmann GmbH – „Think big live tiny!“

In dieser Interviewserie lassen wir Unternehmer und Anbieter von Tiny Houses zu Wort kommen. Nach dem Artikel über den Tiny House Trend und dem ersten veröffentlichten Interview, haben wir heute die Freude, Firma Koersmann zu interviewen und weitere Interessante Infos aus der Welt der Tiny Houses zu erhalten.

Wie sind sie auf Tiny Houses aufmerksam geworden? Was hat Ihnen daran gefallen?

Ich bin über das Fernsehen darauf aufmerksam geworden. Ich fand die Idee einfach nur klasse, sich mit weniger zufrieden zu geben und sich auf das Wesentliche zu beschränken. Dazu noch jederzeit die Flexibilität zu haben, einen neuen Job an einem anderen Ort anzufangen, aber immer mit den eigenen vier Wänden dabei.

Wann und wieso haben Sie den Entschluss gefasst, selbst Tiny Houses zu bauen?

Mir hat das Konzept sehr gut gefallen. Nach kurzer Überlegung zusammen mit meinem Partner haben wir uns dafür entschieden Tinys zu bauen. Jedoch wollten wir ein hochwertiges, qualitatives Produkt auf den Markt bringen, denn was wir bis dahin gesehen hatten, entsprach nicht unseren Ansprüchen. Die Kunden sollen zufrieden sein.

Welche Vorteile bieten Tiny Houses gegenüber einer Wohnung oder einem „normalen“ Haus?

Man muss sich nicht auf zu viele Sachen konzentrieren. Ein kleines Haus bringt nicht so viel Besitz mit sich. Das führt zu viel mehr Freizeit und man kann einfach mehr das Leben geniessen. Es geht beim Putzen los, über Instandhaltungsarbeiten, Renovierungsarbeiten, usw. Weiterhin die bereits angesprochene Flexibilität gegenüber einer Wohnung. Man hat seine eigene Wände immer dabei.

Wie hat Ihr bestehender Kundenstamm auf die Erweiterung Ihres Sortiments durch Tiny Houses reagiert?

Es kam sehr gut an bei Menschen, die bereits Tinys kannten. Die meisten jedoch wussten gar nicht was das ist. Viele konnten sich nichts darunter vorstellen, bis sie es in echt gesehen hatten. Dann waren sie richtig vom Platzangebot überrascht.

Welche Besonderheiten gibt es in Deutschland zu beachten? Beispiele wären Baugenehmigungen, Stellplätze etc?

Die Frage ist etwas schwierig, denn das ist von Bundesland zu Bundesland abhängig sowie von Gemeinde zu Gemeinde. Wir haben da positive bis negative Erfahrungen gemacht. Einige Gemeinden gehen mit dem Thema recht einfach um, andere ziehen so viele Paragraphen an, dass den Kunden der Spass vergeht. Grundsätzlich empfehlen wir jedem Kunden vor der Aufstellung, sich bei der Gemeinde zu erkundigen und sich eine Zusage geben zu lassen. Bei Erstwohnrecht wird meistens der Bauantrag verlangt.

Kann man sich sein Tiny House einfach auf einen Campingplatz oder ein Baugrundstück stellen? Was gibt es da rechtlich zu beachten?

Auf Campingplätzen ist das Abstellen erlaubt, wenn der Besitzer dem zustimmt. Ich habe Anfragen von Campingplatzbesitzern bekommen, die gern ein Tiny von uns auf dem Platz haben wollen. Die sind einfach nur begeistert von den Häusern. Auf Baugrundstücken geht es als Erstwohnsitz meist nur mit einem Bauantrag und Baugenehmigung. Wird das Tiny Haus als Anhänger abgestellt, braucht man keine Genehmigung, solange es auf Rädern stehen bleibt. Dann verhält sich die Angelegenheit wie bei einem Wohnwagen. Allerdings ist dann ein Erstwohnsitz nicht möglich.

Sind feststehende Tiny Houses genauso beliebt wie Tiny Houses auf Rädern?

Wir bekommen sehr viele Anfragen von feststehenden Tinys. Aus Zeitgründen bauen wir zur Zeit jedoch nur Tinys auf Rädern, um die gewünschte Flexibilität herzustellen.

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft Ihres Unternehmens? Möchten Sie die Sparte Tiny Houses weiter ausbauen?

Definitiv. Ich habe so viele Ideen in meinem Kopf, die ich gern umsetzen würde. Allerdings ist das eine Kapazitäts-, Zeit und Geldfrage. Alles auf einmal geht nicht aber wir werden noch viele schöne Tinys bauen, wo es immer wieder was neues zu entdecken geben wird.

Der UMW dankt der Koersmann GmbH für dieses Interview. Bitte besuchen Sie auch die Website des Unternehmens unter:
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