Meditation: Wege aus der Stressfalle

In diesem Artikel möchten wir auf die positiven Effekte von Meditation hinweisen. Seit Jahrtausenden erprobt, durch Wissenschaft untermauert und – wenn man danach schaut – scheinbar immer mehr auf dem Vormarsch in Büchereien, Kursangeboten und natürlich im Internet: Achtsamkeit und Meditation.

Wie kommt es, dass der „Mainstream-Markt“ immer offener für diese Themen wird? Wo kommen auf einmal all die Achtsamkeitscoaches her? Und wieso gibt es unzählige Apps, die einem das Meditieren leichter machen wollen?

Sicherlich, mit der Akzeptanz des Themas im Mainstream hat man erkannt, dass mit Meditation eine Menge Geld zu verdienen ist. Denn: Wer ist heutzutage nicht gestresst? Auf der anderen Seite ist es natürlich etwas Positives, wenn dadurch mehr Menschen Zugang zu den positiven Effekten von Mediation auf die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden haben.

Was genau ist denn Meditation?

Meditationstechniken zielen darauf ab, den Verstand anzuhalten, den eigenen Körper zu spüren und so zur Ruhe zu kommen. In diesem Zustand kann man dann verweilen und feststellen, dass das sehr angenehm sein kann und man gar nicht unbedingt das Feierabendbier braucht, um runterzukommen oder den Fernseher einschalten muss, wenn einem langweilig ist. In diesem Zustand zu verweilen kann sehr genügsam sein, obgleich es vielleicht auf den ersten Blick ganz schön langweilig erscheint.

Studien haben jedoch gezeigt, dass regelmäßige Meditation hilft, Stress zu reduzieren – ein paar Minuten täglich reichen schon aus um einen Effekt zu erzielen. Des weiteren sinken bei längerer Praxis der Bluthochdruck und chronische Schmerzen verringern sich. Aber das ist noch nicht alles: Untersuchungen haben gezeigt, dass sich Meditation positiv auf das Gehirn auswirkt und sich messbare Verbesserungen in der Konzentrations- und Gedächtnisfähigkeit feststellen lassen.

Meditation als Performance Enhancer?

Natürlich ist es in der heutigen Zeit schnell geschehen, Meditation als ein weiteres Mittel zu sehen, das wir uns hinzufügen können um noch besser, produktiver und übermenschlicher zu werden. Aber das sollte nicht das Ziel der Meditation sein. Da sind sich wohl auch alle Meditationsexperten einig: Meditation kann ein wertvolles Werkzeug zur Introspektion sein und die positiven Auswirkungen auf unsere Psyche und Gesundheit sind wunderbare Nebeneffekte. Aber daraus einen weiteren Leistungswettkampf zu machen und zu wetteifern, ob man schon besser meditiert als seine Kollegen oder ob man sich dadurch in punkto Hochleistungen nicht noch weiter „pushen“ kann ist dann wohl doch wieder etwas über das Ziel hinaus geschossen.

Das wäre in etwa so, als hätte sich die Stressfalle, aus der man eigentlich rauswollte, wieder durch die Hintertür hinein geschlichen.

Wie lernt man Meditation am Besten?

Die ehrlichste Antwort darauf ist: Durch Beharrlichkeit. Und was soll das heißen? Indem man es immer und immer wieder übt. Am Besten täglich, um es zu einer festen Gewohnheit zu etablieren. Da reichen 10-20 Minuten täglich aus. Während man auf Bus oder Bahn wartet, während man den Abwasch macht, ja sogar unter der Dusche könnte man üben. Oder einfach 10 Minuten in der Mittagspause: An einem Ort, wo man sich ungestört hinsetzen kann und die Augen schließen kann. Oder morgens, direkt nach dem Aufwachen. Oder Abends, direkt vorm Zubettgehen.

Hauptsache ist, man bleibt am Ball. Forscher gehen davon aus, dass wir ca 6 Wochen brauchen, um eine neue Gewohnheit in unserem Leben zu etablieren. Wie wäre es also, wenn Sie sich für die nächsten 6 Wochen vornehmen, täglich 10 Minuten zu meditieren?

Aber wie lernt man die Meditationstechnik?

Buch, App oder Kurs – was funktioniert?

Das ist letztendlich Geschmackssache. Es stimmt zwar, dass man theoretisch nur einmal die Technik erlernen muss und dann nie wieder externe Hilfe oder geschweige denn einen Coach braucht, um zu meditieren. Aber es ist das Gleiche wie mit dem Fitnessstudio: Manchen Menschen hilft die Tatsache, dass extern ein Ort ist, wo man hingehen kann um dort mit anderen zu meditieren. Und wenn man Geld dafür bezahlt, ist man eher gewillt, den inneren Schweinehund zu überwinden. Und manche Menschen bevorzugen den Kontakt zu echten Menschen, einer Gruppe, in der man gemeinsam etwas lernt und ein (hoffentlich) erfahrener Lehrer, der (hoffentlich) weiß was er da tut zur Hilfestellung da ist.

Es gibt auch unzählige Apps, die einem das Meditieren beibringen möchten. Hier kann man frei wählen, sollte aber folgendes beachten: Zum einen sollte einem die Sprecherstimme zusagen. Der Mensch, der die Meditation anleitet sollte eine angenehme Wirkung mit seiner Stimme erzielen. Denn wenn man die Stimme unangenehm findet, wird man wohl kaum weiter üben. Zum anderen gibt es in den meisten dieser Apps In-App-Käufe, in denen die dahinter stehenden Firmen monatliche Mitgliedschaften verkaufen. Das ist an sich weder gut oder schlecht, man sollte bloß ein Auge darauf haben, bevor man aus versehen etwas kauft, was man gar nicht haben möchte. Außerdem sollte man es nicht von seinem Smartphone abhängig machen, ob man meditiert oder nicht.

Die Bücher „Meditation für Skeptiker von Ulrich Ott und „Gesund durch Meditation“ von Jon Kabat-Zinn sind zu empfehlen, wenn man Dinge lieber aus Büchern lernt. Selten in der heutigen Zeit, aber auch solche Menschen soll es ja noch geben (Hinweis: Ironie).

 

Ob und wie Sie sich entscheiden, Meditation zu erlernen: Wir wünschen Ihnen Einsicht und eine Reduktion des Stresspegels, denn nur wer seine Batterien regelmäßig auflädt, kann auch als Unternehmer gute Arbeit leisten.

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Foto: Nathan McBride

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